Forschungsprojekt KMU-Move [update 01.02.2017]

Forschungsprojekt KMU-Move [update 01.02.2017] 150 150 DI Harald Staska

Am 01.02.2017 fand in Frankfurt am Main in der FQS Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. die konstituierende Sitzung des projektbegleitenden Ausschusses zum FQS-Forschungsvorhaben „KMU-Move – KMU-gerechtes Gestaltungsmodell zur systematischen Migration von normativen QM-Systemen“ statt.
Der projektbegleitende Ausschuss wirkt an der Erfüllung der Zielsetzung von FQS-Projekten mit. Er kontrolliert, lenkt und beeinflusst die Bearbeitung von FQS-Forschungsvorhaben, damit diese laut des satzungsgemäßen Auftrages der FQS im Sinne der Industrie, insbesondere zum Nutzen der kleinen und mittelständischen Unternehmen durchgeführt und umgesetzt werden können.
Als Mitglied im projektbegleitenden Ausschuss in diesem Forschungsprojekt stellt C.O.M.E.S die „Stimme der Wirtschaft“ dar. C.O.M.E.S wird an den Sitzungen des projektbegleitenden Ausschuss teilnehmen und die vorgestellten Forschungsergebnisse aus der Perspektive der Wirtschaft bewerten.
| Durchführende Forschungsstellen:
RWTH Aachen Werkzeugmaschinenlabor; Lehrstuhl für Fertigungsmesstechnik und Qualitätsmanagement
Fraunhofer-Gesellschaft e. V.; Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
| Kurzbeschreibung des Forschungsthemas:
Im Rahmen dieses Forschungsprojekts wird eine Systematik entwickelt, die kleine und mittlere Unternehmen (KMU) befähigt, normative Qualitätsmanagementsysteme (QMS) im Falle sich ändernder Anforderungen anzupassen und zu migrieren. Im Gegensatz zu einer kontinuierlichen Pflege von Qualitätsmanagementsystemen wird unter dessen Migration eine grundlegende Überarbeitung und Neuausrichtung aufgrund externer, disruptiver Veränderung von Anforderungen verstanden. Die Migrationssystematik wird induktiv und exemplarisch am Beispiel der Revision der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 entwickelt und validiert. Mit der technischen Umsetzung in einem „Social Wiki“ entsteht eine Web-2.0-Technologie, die Wissen, Vorgehensweisen und Werkzeuge für alle Unternehmen zur Verfügung stellt und zukünftige Migrationen weiterer Managementsysteme durch interorganisationalen Austausch zu neuen Anforderungen ermöglicht. Die angestrebten Forschungsergebnisse schließen die Lücke zwischen hohem Migrationsaufwand von Managementsystemen durch diskontinuierlich-disruptive Veränderungen und den in KMU fehlenden Ressourcen und Umsetzungskompetenzen. Die entstehende Web-2.0-Technologie, die nach Projektende von einem Umsetzungspartner weiter betrieben wird, ermöglicht es KMU auch zukünftige Migrationen von Managementsystemen aufwandsarm und normgerecht durchzuführen.

| Skizzierung des Lösungswegs und dessen Ziele:

  • Analysephase
    Ziel: Systematische Ableitung der Unterschiede in den Anforderungen der ISO 9001:2008 und der ISO 9001:2015 sowie Analyse vergangener diskontinuierlich-disruptiver Qualitätsmanagementsystem-Migrationen zur Generierung von Erfahrungswissen zur Ableitung von Anforderungen an die zu entwickelnde Systematik
  • Konzeptionierung und Detaillierung der allgemeinen Migrationssystematik mit Fokussierung auf die ISO 9001:2015
    Ziel: Entwicklung einer Migrationsmethodik zur Anpassung von normativen QM-Systemen auf Basis diskontinuierlich-disruptiver Änderungen durch Erforschung von Wissen sowie Methoden und Werkzeugen, um KMU beim Aufbau entsprechender Interpretations- und Umsetzungskompetenzen zu unterstützen.
  • Implementierung der Ergebnisse in Form eines öffentlichen „Social Wikis“
    Ziel: Öffentliche Bereitstellung der Migrationssystematik in Form eines „Social Wikis“.
  • Validierung der Migrationssystematik durch den projektbegleitenden Ausschuss
    Ziel: Bevor das „Social Wiki“ in der unternehmerischen Öffentlichkeit verbreitet und zur freien Nutzung bereitgestellt wird, sollen die bis dahin generierten Inhalte und Funktionalitäten des Wikis durch den projektbegleitenden Ausschuss validiert werden.
  • Verbreitung des Social Wikis in der unternehmerischen Öffentlichkeit
    Ziel: Dissemination der Projektergebnisse und Befähigung von KMU zur eigenständigen Migration ihrer Qualitätsmanagement-Systeme nach ISO 9001.
DI Harald Staska

DI Harald Staska

Gründer & Geschäftsleitung von STASKA consulting; Berater, Trainer und Auditor, Delegierter in den technischen Komitees ISO/TC 176/SC 2 (Anm.: ISO 9001) und ISO/TC 176/SC 3/WG 24 (Anm.: ISO/AWI 10009), Experte von Austrian Standards International im Komitee 129 – "Qualitätsmanagementsysteme und Business-Excellence" sowie Mitglied der Arbeitsgruppe 252.07 „Risikomanagement“.

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