NormG 2016: Auswirkungen auf die Arbeit in Komitees

NormG 2016: Auswirkungen auf die Arbeit in Komitees 150 150 DI Harald Staska

Mit 1. April 2016 sind wesentliche Teile des Normengesetzes 2016 in Kraft getreten; von den negativen Auswirkungen auf die Arbeit in Komitees bin somit auch ich als Experte im Austrian Standards Institute leider betroffen.

Im Sinne der Vermeidung eines Verlustes der Position Österreichs sowie österreichischer Fachexperten in der europäischen und internationalen Normung hat C.O.M.E.S im Juli 2015 entsprechende Bedenken gegenüber dem damaligen Entwurf des Normengesetzes geäußert.
(siehe auch Stellungnahme zum Entwurf des Normengesetzes 2015 vom 16.07.2015)

Aufgrund der deutlich negativen Auswirkungen des Normengesetzes 2016 auf die Finanzierung des Normungssystems und damit auf die Ressourcen und Leistungsfähigkeit von Austrian Standards Institute muss bei der Betreuung von Komitees und Arbeitsgruppen der Service-Level dort reduziert werden, wo er über das in der Geschäftsordnung 2014 festgelegte Ausmaß hinausgeht. Konkret:

  • Sitzungen von Komitees/Arbeitsgruppen der europäischen und internationalen Normung (CEN und ISO) können nur noch dann bei Austrian Standards abgehalten werden, wenn dies von Dritten finanziert wird.
  • Die Betreuung von Komitees und Arbeitsgruppen, die bisher von den Committee Support Agents für die Arbeitsgruppen erbracht wurden – etwa Protokollführung oder Einarbeiten von in der Sitzung beschlossenen Änderungen in Normvorschlägen -, sind seit Beginn des Monats April nicht mehr möglich. Die Beschäftigungsverhältnisse der Comittee Support Agents mussten aufgrund der finanziellen Engpässe mit Ende März 2016 aufgelöst werden.
    Während Sitzungen von Komitees (diese sind gemäß Geschäftsordnung auch die zentralen Beschlussfassungsgremien) weiterhin von Komitee-Managern (oder dessen Stellvertretern) betreut werden, müssen Arbeitsgruppen-Sitzungen nun – im Sinne der angewandten Selbstverwaltung der interessierten Kreise – von den Teilnehmenden selbst betreut werden.

Somit bleibt abzuwarten, ob österreichische Fachexperten sich auch weiterhin freiwillig (!) bei der Entwicklung von europäischen und internationalen Standards unter diesen (gesetzlich geschaffenen) Bedingungen mit ihrem Know-how einbringen…

DI Harald Staska

DI Harald Staska

Gründer & Geschäftsleitung von STASKA consulting; Berater, Trainer und Auditor, Delegierter in den technischen Komitees ISO/TC 176/SC 2 (Anm.: ISO 9001) und ISO/TC 176/SC 3/WG 24 (Anm.: ISO/AWI 10009), Experte von Austrian Standards International im Komitee 129 – "Qualitätsmanagementsysteme und Business-Excellence" sowie Mitglied der Arbeitsgruppe 252.07 „Risikomanagement“.

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