Risiko-basierter Ansatz; Allianz Risk Barometer 2016

Risiko-basierter Ansatz; Allianz Risk Barometer 2016 150 150 DI Harald Staska

Maßnahmen zum Umgang mit Risiken und Chancen
„Bei Planungen für das Qualitätsmanagementsystem muss die Organisation die in 4.1 genannten Themen und die in 4.2 genannten Anforderungen berücksichtigen sowie die Risiken und Chancen bestimmen, die behandelt werden müssen…“
(Quelle: ISO 9001:2015; Abschnitt 6.1.1)
Das am 20. Jänner 2016 veröffentlichte „Allianz Risk Barometer 2016“ kann durchaus als Denkansatz zur Bestimmung des Kontext und daraus abgeleitet bei der Bestimmung der relevanten Themen und interessierte Parteien für das Qualitätsmanagementsystem unterstützen:
Top 10 global business risks
Bild: Top 10 der globalen Risiken (Quelle: Allianz Risk Barometer 2016)
Österreich: Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen als größtes Unternehmens-Risiko
Laut der Studie werden die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen als die mit Abstand größte Gefahr eingeschätzt (56 %). Gefürchtet werden beispielsweise Sparprogramme, Rohstoffpreisentwicklungen und Inflation/Deflation. 39 % der Befragten schätzen Marktentwicklungen als zweitgrößte Gefahr ein. Betriebsunterbrechungen im Vergleich zum Vorjahr als weniger gefährlich eingestuft, sie belegen, ex aequo mit dem Risiko aus Naturkatastrophen, den dritten Rang (33 %).

Weiters werden in den Top 10-Risiken von den heimischen Experten auch noch Cyber- und IT-Risiken, menschliches Fehlverhalten (neu in der Wertung), neue Technologien, politische Unruhen sowie die Gefahr durch Feuer und Explosionen gesehen. Neu in der Wertung der größten Unternehmerrisiken 2016 befindet sich auch das Risiko „Nachwuchsmangel und alternde Belegschaft“.
Top 10 business risks for Austria
Bild: Top 10 der Risiken Österreich (Quelle: Appendix mit Österreich Ergebnissen)
Wie das Allianz Risk Barometer 2016 verdeutlicht, befürchten die befragten Experten mehr denn je Probleme von außen: „Unternehmen müssen sich mit einer größeren Bandbreite an Störfaktoren im Jahr 2016 befassen und ihre Risikosteuerung auf die neue Situation anpassen“, so Dipl.-Math. Christina Franz.

DI Harald Staska

DI Harald Staska

Gründer & Geschäftsleitung von STASKA consulting; Berater, Trainer und Auditor, Delegierter in den technischen Komitees ISO/TC 176/SC 2 (Anm.: ISO 9001) und ISO/TC 176/SC 3/WG 24 (Anm.: ISO/AWI 10009), Experte von Austrian Standards International im Komitee 129 – Qualitätsmanagementsysteme sowie Mitglied der Arbeitsgruppe 252.07 „Risikomanagement“.

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